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Anteil der Normalarbeitsverhältnisse steigt


Der Mikrozensus mit der integrierten Arbeitskräfteerhebung ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht befragt wird. | © ty/fotolia.com

Die Zahl der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis erhöhte sich 2015 um rund 317.000 Personen auf 24,8 Millionen. Zu den Normalarbeitnehmern zählen abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit, die eine wöchentliche Arbeitszeit von über 20 Stunden umfasst und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt wird.

Die Kernerwerbstätigen umfassen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Enthalten sind dabei neben den Normalarbeitnehmern auch atypisch Beschäftigte, Selbstständige und mithelfende Familienmitglieder. Die Zahl der Kernerwerbstätigen lag im Jahr 2015 bei 36,2 Millionen Personen.

Teilzeitbeschäftigung wird oft zu Normalarbeitsverhältnis

Der Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen ist vor allem durch den Zuwachs bei der Teilzeitbeschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von über 20 Stunden begründet. Ihre Zahl erhöhte sich 2015 im Vorjahresvergleich um 5,7 % auf 3,4 Millionen Personen. Die Zahl der Normalarbeitnehmer in Vollzeitbeschäftigung stieg um rund 0,6 % auf 21,4 Millionen Personen an.

Zahl der atypisch Beschäftigten bleibt gleich

Die Zahl der atypisch Beschäftigten ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr zwar um 28.000 Personen auf 7,5 Millionen leicht angestiegen. Ihr Anteil an den Kernerwerbstätigen blieb allerdings nahezu konstant bei 20,8 % (2014: 20,9 %). Bei den Frauen lag der Anteil atypisch Beschäftigter mit 31,2 % nach wie vor deutlich über dem Anteil der Männer (11,7 %). Zu den atypisch Beschäftigten zählen befristet Beschäftigte (7,0 % aller Kernerwerbstätigen), Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenstunden (13,4 %), geringfügig Beschäftigte (6,5 %) sowie Beschäftigte in Zeitarbeit (1,8 %).

Nationalität führt zu Unterschieden

Ausländische Erwerbstätige sind überdurchschnittlich oft atypisch beschäftigt. 2015 waren 29,0 % der Kernerwerbstätigen aus dem Ausland der Europäischen Union (EU) und 34,4 % aus dem Nicht-EU-Ausland atypisch beschäftigt. Von den deutschen Arbeitnehmern gingen hingegen 19,6 % einer atypischen Beschäftigung nach. Vor allem die Teilzeitbeschäftigung bis zu 20 Wochenstunden sowie die geringfügige Beschäftigung lagen bei Personen aus dem Nicht-EU-Ausland mit 21,9 % und 14,2 % höher als bei Personen aus der EU (15,3 % und 8,6 %) und deutschen Erwerbstätigen (12,8 % und 5,9 %).

(Destatis, PM vom 20.07.2016 / Viola C. Didier)


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