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Diversity: Wunsch und Wirklichkeit klaffen noch auseinander


Mehr Erfolg durch Diversity - für die Studie wurden weltweit 410 Financial Services CEOs in 62 Ländern befragt. | © Rawpixel.com/fotolia.com

Über drei Viertel der CEOs sehen Vorteile gemischter Teams für mehr Innovationen, ein verbessertes Image und bessere Geschäftsergebnisse. Dennoch klappt die Umsetzung in der Finanzbranche kaum.

Unternehmen mit Mitarbeitern, unter denen Männer und Frauen genauso zu finden sind wie verschiedene Altersgruppen, Herkunftsländer oder Menschen mit Handicap, gelten als innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher. Das ist ein Grund, warum das Thema Diversity inzwischen zu den Zielen gehört, die bei fast drei Viertel der CEOs in der Finanzbranche ganz oben auf der Agenda stehen, wie die Analyse „Making diversity a reality“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt.

Maßnahmen für mehr Diversity notwendig

Doch die Umsetzung kommt gerade in dieser Branche nur schleppend voran: Nur 35 Prozent der Mitarbeiterinnen glauben, dass sie in ihrem Unternehmen ebenso gut Karriere machen können wie ihre männlichen Kollegen – branchenübergreifend sind es immerhin 49 Prozent. In der Generation Y, also bei den heute etwa 20- bis knapp 40-Jährigen, sagen 73 Prozent der Frauen, dass die Chancen nicht für alle gleich sind. „Die Finanzindustrie bleibt personalpolitisch hinter anderen Branchen zurück“, sagt Susanne Eickermann-Riepe, Partnerin in Financial Services Consulting bei PwC und Expertin für das Thema Diversity. „Zwar sind sich die Verantwortlichen der Relevanz bewusst, aber die Verwirklichung scheitert oft an bestehenden, eher männlich geprägten Strukturen und eingeübten Entscheidungsprozessen. Für mehr Diversity ist es notwendig, Maßnahmen zu entwickeln, um sich die unbewussten Vorurteile und Entscheidungsmuster bewusst zu machen, so dass Diversity nicht mehr nur ein Lippenbekenntnis bleibt.“

Für Vielfalt im Unternehmen sprechen wirtschaftliche Gründe

Für ein Mitarbeiterteam, das im Hinblick auf Werdegang, Geschlecht, Herkunft und Alter möglichst breit gefächert ist, sprechen vor allem wirtschaftliche Gründen: 85 Prozent der Verantwortlichen aus der Finanzindustrie sind sicher, auf diese Weise ein besseres Geschäftsergebnis zu erzielen, 80 Prozent der CEOs sind davon überzeugt, damit für Arbeitnehmer und Stakeholder attraktiver zu werden. Auch sehen es 79 Prozent als erwiesen an, dass gemischte Teams innovativer sind.

Diversity kann Zugang zu neuen Kundenkreisen erschließen

Mitarbeiter mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen und Herkunftsländern sind vor allem für global agierende Firmen eine Notwendigkeit: „Je heterogener und internationaler der Kundenkreis, desto wichtiger ist es, sich als Unternehmen mit seinen Führungskräften und Mitarbeitern offen und vielfältig zu präsentieren. Diversity sollte daher nicht nur auf die Teamebene begrenzt sein – wichtig sind Rollenvorbilder auf Führungsebene“, rät Markus Burghardt, Mitglied des Vorstands und Leiter des Bereichs Financial Services bei PwC in Deutschland. Eine wesentliche Voraussetzung um Veränderungen in Unternehmen zu verankern, ist das Engagement auf Führungsebene. Dieses kann nur entstehen, wenn die Erkenntnis gereift ist, dass Diversity gut für das Geschäft ist.

(PwC PriceWaterhouseCoopers, PM vom 24.11.2015/ Viola C. Didier) 


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