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Immer weniger Ausbildungsverträge mit Hauptschülern


Schlechte Chancen für Hauptschüler beim Berufseinstieg: 24 Prozent der Azubis verfügen über Abitur, 59 Prozent über Mittlere Reife und nur 17 Prozent kommen von der Hauptschule. | © Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Hauptschüler haben weitaus schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, als junge Menschen mit anderen Schulabschlüssen. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Randstad-ifo-flexindex Q1/2015. Der Großteil der Auszubildenden in den Unternehmen hat mindestens Mittlere Reife.

Mehr als 1.000 Personalleiter wurden gefragt, welcher Schulabschluss unter den Auszubildenden im Unternehmen am häufigsten vorkommt. Hauptschüler sind mit einem Anteil von 17 Prozent deutlich abgeschlagen. 24 Prozent der Azubis verfügen über Abitur. „Eine mögliche Ursache dafür ist, dass immer mehr Unternehmen in ihren Lehrstellenausschreibungen zumindest die Mittlere Reife verlangen. Auf der anderen Seite nimmt aufgrund sinkender Schülerzahlen auch die Zahl der Hauptschulabsolventen ab“, so Petra Timm, Director Communications bei Randstad Deutschland. Realschulabsolventen stellen bei den Auszubildenden in Unternehmen die Mehrheit (59 Prozent), wie die Personalleiterbefragung zeigt.

Auf die Betriebsgröße kommt es an

Damit setzt sich ein Trend fort. Bereits in den vergangenen Jahren haben Arbeitgeber immer weniger Ausbildungsverträge mit Hauptschulabsolventen abgeschlossen. Das trifft insbesondere auf große Unternehmen zu. Bei kleineren Firmen haben Hauptschüler bessere Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. So liegt der Anteil dieser Gruppe bei Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern bei 22 Prozent. Zum Vergleich: Bei Firmen mit bis zu 500 Beschäftigten sind es nur 9 Prozent.

(Randstad  / Viola C. Didier)


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