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Mehr Einstellungen im dritten Quartal geplant


Die Beschäftigungssituation bleibt auch im Sommer stabil: Acht Prozent der 1.000 befragten deutschen Arbeitgeber planen Neueinstellungen bis Ende August. | © contrastwerkstatt / fotolia.com

Acht Prozent der deutschen Unternehmen planen Neueinstellungen im dritten Quartal, wie das Manpower Arbeitsmarktbarometer zeigt. Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick liegt zum fünften Mal in Folge bei +5 Punkten.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist mit 42,5 Millionen Menschen so hoch wie nie zuvor – und wie die quartalsweise erscheinende Manpower Arbeitsmarktbarometer zeigt, bleibt die Beschäftigungssituation auch in den Sommermonaten stabil. Acht Prozent der 1.000 hierzulande befragten Arbeitgeber planen Neueinstellungen bis Ende August, nur zwei Prozent rechnen mit Entlassungen. In sieben von neun untersuchten Wirtschaftssektoren und allen Regionen Deutschlands wollen mehr Arbeitgeber einstellen als entlassen. Übergreifend halten 88 Prozent der Unternehmen ihre Belegschaft auf gleichbleibendem Niveau.

Süden zeigt schwächste Einstellungsbereitschaft

Dabei gibt es regionale Unterschiede: In den als wirtschaftsstark bekannten südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern ist die Einstellungsbereitschaft deutlich gesunken. Der saisonal bereinigte Saldo fällt im Süden von +6 im Vorquartal auf nur noch +1 Punkt im dritten Quartal und damit den geringsten Wert seit 2009. Dagegen verläuft die Entwicklung in Ostdeutschland und Berlin positiv: In der Hauptstadt steigt der Saldo von +2 im Vorquartal auf +7 Punkte. Jede zehnte Firma plant Neueinstellungen, keine einzige Entlassungen.

EU-Arbeitsmärkte im Vergleich

Auch in anderen europäischen Ländern folgen auf positive Konjunktursignale Neueinstellungen. So steigt der Netto-Beschäftigungsausblick in Frankreich von +1 wieder auf +4 Punkte an. Damit scheint die Tiefpunktphase der letzten drei Jahre nach einem Ausreißer im zweiten Quartal mit nur +1 Punkt nun doch beendet zu sein. Große Sprünge beim Wachstum trauen Ökonomen dem Nachbarland jedoch noch nicht zu – ein zweiter europäischer Jobmotor ist damit nicht in Sicht. Europas Sorgenkind bleibt Italien, das einzige Land mit einem negativen Netto-Beschäftigungsausblick, und das seit nunmehr fünf Jahren in Folge. Mit einem Saldo von nur noch -4 Punkten ist aber auch hier ein leichter Aufwärtstrend festzustellen. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal lag der Wert noch bei -6, Ende 2013 sogar bei -14 Punkten. Griechenland schwächelt nach einer Erholung im zweiten Quartal leicht, hier fällt der Netto-Beschäftigungsausblick von +10 auf +7. Auch Spanien fällt erneut auf +1 Prozent zurück nach +4 Prozent im zweiten Quartal.

(ManpowerGroup Deutschland GmbH  / Viola C. Didier)


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